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Unter der IP-Telefonie, eine Kurzform für die Internet-Protokoll-Telefonie, auch kurz Internet-Telefonie oder auch Voice over IP (kurz VoIP) genannt, versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke,
welche nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden für
Telefonie typische Informationen, d. h. Sprache und Steuerinformationen
z. B. für den Verbindungsaufbau, über ein auch für Datenübertragung
nutzbares Netz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können sowohl
Computer, für IP-Telefonie spezialisierte Telefonendgeräte, als auch
über spezielle Adapter angeschlossene klassische Telefone die
Verbindung ins Telefonnetz herstellen.
Neben den Telefonnetzwerken entstand allmählich eine weitere Kommunikations-Infrastruktur,
oft auf den Leitungen der Telefonnetze. Beginnend mit der Vernetzung
von EDV-Systemen in den 1980er Jahren auf die der Internet-Boom der
1990er Jahre folgte, stieg und steigt die Übertragungsleistung
kontinuierlich stark wachsend an, zunächst mit 300 Bit pro Sekunde
mittels eines Akkustikkopplers werden gegenwärtig (Jan. 2008) bis zu
25.000.000 Bit pro Sekunde für Endverbraucher mit DSL-Anbindung auf
normalen Telefon-Hausanschlüssen erreichbar. Diese Infrastruktur bildet
eine Grundlage für ip-basierende Datennetzwerke, insbesondere das
Internet als öffentliches Netz.
IP-Telefonie ist eine Technologie, die es ermöglicht, den
Telefondienst auf dieser IP-Infrastruktur zu realisieren, so dass diese
die herkömmliche Telefontechnologie samt ISDN,
Netz und allen Komponenten ersetzen kann. Zielsetzung dabei ist eine
Reduzierung der Kosten durch ein einheitlich aufgebautes und zu
betreibendes Netz, wodurch sich für die Betreiber Kostenvorteile
ergeben, die an den Endverbraucher weitergegeben werden können.
Aufgrund der hohen Einsatzdauer klassischer Telefoniesysteme und der
notwendigen Neuinvestitionen für IP-Telefonie wird der Wechsel bei
bestehenden Anbietern oft als lang andauernder, gleitender Übergang
realisiert. Währenddessen existieren beide Technologien parallel
(sanfte Migration). Daraus ergibt sich ein deutlicher Bedarf an
Lösungen zur Verbindung beider Telefoniesysteme (z. B. über VoIP-Gateways)
und die Notwendigkeit zur gezielten Planung des Systemwechsels unter
Berücksichtigung der jeweiligen Möglichkeiten für Kosten- und
Leistungsoptimierung. Neue Anbieter drängen zunehmend ausschließlich
mit neuer Technologie (also IP-Telefonie statt herkömmlichem Telefon)
auf den Markt.
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