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1&1 baut Daten-Netz aus PDF Drucken E-Mail
Montag, 28. Januar 2008

Außenanbindung der Hochleistungs-Rechenzentren auf über 120 Gigabit/s erweitert - Bandbreite des 1&1 Europarings vervierfacht - Kostenvorteile durch Umstieg auf Ethernet-Technologie und neue Peerings

Die 1&1 Internet AG hat ihr Weitverkehrsnetz (WAN, Wide Area Network) stark ausgebaut. Für die Hochleistungs-Rechenzentren in Deutschland und den USA stehen jetzt Verbindungen zum Internet von über 120 Gigabit/Sekunde Bandbreite zur Verfügung. Erstmals wurde mit Equinix in Chicago auch ein großer Austauschknoten außerhalb Europas direkt angebunden. Insgesamt hat sich die Außenbandbreite des weltweit größten Webhosters in nur zwölf Monaten verdreifacht. Zugleich wurde der Europaring von 1&1, der die Karlsruher Rechenzentren des Providers mit den wichtigsten Internetknoten in Frankfurt, London und Amsterdam verbindet, auf durchgängig mindestens 10 Gigabit/Sekunde erweitert.

"Mit dem Ausbau der Internet-Bandbreite können unsere 3,2 Millionen Webhosting-Kunden in Europa und den USA sicher sein, dass ihre Inhalte weiterhin schnell und sicher bei Internet-Nutzern in aller Welt ankommen", sagt Andreas Gauger, Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG. "Vor allem durch Multimedia-Anwendungen wie Video-Streams ist der Bedarf nach Bandbreite in den letzten Jahren immens gestiegen". So hat sich die Menge der aus den 1&1 Rechenzentren übertragenen Daten von 3.500 Terabyte (3,5 Mio. Gigabyte) im Januar 2007 auf 6.500 Terabyte innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

"Der forcierte Ausbau des 1&1-Datennetzes zeigt, dass entgegen den Annahmen von Internet-Pessimisten die Grenzen des Wachstums längst nicht erreicht sind", bemerkt Andreas Gauger. Das amerikanische Forschungsunternehmen Nemertes hatte im November in einer weit beachteten Studie *) davor gewarnt, dass die gegenwärtige Internet-Infrastruktur in den nächsten drei bis fünf Jahren möglicherweise nicht mehr die steigende Nachfrage von privaten und gewerblichen Internet-Nutzern abdecken könne. 1&1 sieht sich mit der jüngsten Netzwerk-Erweiterung und weiteren für 2008 geplanten Maßnahmen für die stetig steigenden Anforderungen hingegen gut gerüstet.

"In diesem Jahr werden wir vor allem unser Netz in den USA ausbauen", kündigt Andreas Gauger an. "In Chicago sind wir bei Equinix erstmals direkt mit einem wichtigen Internet-Knoten außerhalb Europas verbunden. Bis März werden wir die Außenanbindung unseres Rechenzentrums in Kansas nochmals mehr als verdoppeln." Auf dem amerikanischen Markt ist 1&1 mit über 600.000 Webhosting-Kundenverträgen der fünftgrößte Anbieter.

Parallel zur Erweiterung des Weitverkehrsnetzes hat 1&1 auch die zugrunde liegende Technologie gewechselt. Statt SDH (Synchronous Digital Hierarchy) kommt jetzt die aus dem Firmen- und Heimbereich bekannte Ethernet-Technologie zum Einsatz. "Ethernet ist leichter handhabbar, und durch den Wechsel auf leistungsfähige Router des US-Hersteller Foundry konnten wir sogar noch Geld sparen", freut sich 1&1-Vorstandssprecher Andreas Gauger. Zudem erschließt das Unternehmen auch durch die große Außenanbindung neue Kostensparpotentiale, da die Datenströme durch neue Peerings und Routing-Alternativen optimal verteilt werden können.

*) The Internet Singularity, Delayed: Why Limits in Internet Capacity Will Stifle Innovation on the Web. Nemertes Research, Fall 2007, http://www.nemertes.com/ii.

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